People Analytics entwickelt sich durch KI rasant weiter. Daten lassen sich schneller aufbereiten, Zusammenhänge systematischer analysieren und Reporting-Prozesse teilweise automatisieren. KI kann bei der Verbesserung der Datenqualität helfen, grosse Informationsmengen strukturieren und neue Möglichkeiten für Predictive Analytics schaffen.
Doch zwischen technischer Möglichkeit und erfolgreicher Anwendung liegt die eigentliche Herausforderung.
Viele Unternehmen verfügen noch nicht über die notwendige Datenbasis. Informationen liegen verteilt über unterschiedliche Systeme, Länder und Organisationseinheiten. Datenqualität und Vergleichbarkeit sind häufig begrenzt. Gleichzeitig gehören HR-Daten zu den sensibelsten Daten eines Unternehmens. Datenschutz, Governance, Transparenz und der EU AI Act müssen deshalb von Anfang an berücksichtigt werden.
Das Webinar «KI im People Analytics» setzt genau an dieser Schnittstelle an. Sieben Praktiker zeigen anhand konkreter Projekte und Erfahrungen aus ihren Unternehmen, wie People Analytics und KI heute eingesetzt werden und welche Erkenntnisse sie bei der Umsetzung gewonnen haben.
Die Agenda bildet unterschiedliche Reifegrade und Anwendungsfelder ab.
Wie kann ein KI-gestützter People Analytics Hub Standardreporting automatisieren und gleichzeitig die Grundlage für Advanced Analytics schaffen? Welche Governance-Strukturen sind dafür notwendig? Und welche Erfahrungen macht man, wenn ein solches System nicht nur konzipiert, sondern tatsächlich umgesetzt wird?
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Datenbasis. Denn auch die beste KI kann fehlende, inkonsistente oder schlecht strukturierte HR-Daten nicht einfach kompensieren. Anhand des Aufbaus eines internationalen People Data Warehouse wird gezeigt, welche Voraussetzungen Unternehmen schaffen müssen, bevor Reporting, Predictive Analytics und KI sinnvoll skalieren können.
Weitere Praxisbeispiele beschäftigen sich mit dem Einsatz von KI zur Verbesserung von Datenqualität und Reporting, mit datenbasierter HR-Steuerung sowie mit der KI-gestützten Sammlung und Auswertung von Trainingsdaten.
People Analytics bedeutet jedoch mehr als Reporting und Dashboards. Daten können die Grundlage für konkrete strategische und organisatorische Entscheidungen bilden.
Ein Praxisbeispiel zur Einführung ortsunabhängigen Arbeitens zeigt, wie Interviews, Personas, Befragungen und Kennzahlen kombiniert werden können, um aus unterschiedlichen Meinungen eine belastbare Entscheidungsgrundlage zu entwickeln. KI kann dabei punktuell unterstützen, beispielsweise bei der Strukturierung von Informationen oder der Entwicklung neuer HR-Ansätze.
Damit rückt eine zentrale Frage in den Mittelpunkt: Wie gelangen Unternehmen vom Sammeln von HR-Daten zu Erkenntnissen, aus denen tatsächlich bessere Entscheidungen entstehen?
Je stärker KI für Analysen und Entscheidungen im HR-Umfeld eingesetzt wird, desto wichtiger werden Transparenz und Nachvollziehbarkeit.
Das Webinar beleuchtet deshalb auch die rechtlichen und ethischen Anforderungen an KI im People Analytics. Dazu gehören erklärbare KI, die Vermeidung intransparenter Black-Box-Entscheidungen und die besonderen Anforderungen, die sich aus dem EU AI Act für bestimmte KI-Anwendungen im HR-Bereich ergeben.
Im Mittelpunkt des Webinars stehen keine allgemeinen Zukunftsvisionen über KI. Die Referenten berichten aus konkreten Projekten, Implementierungen und Erfahrungen.
Dabei geht es auch um die schwierigen Fragen: Wo schafft KI tatsächlich einen Mehrwert? Welche Voraussetzungen müssen zuerst geschaffen werden? Welche Ansätze funktionieren nicht? Welche Rolle spielen Führung und Governance? Und an welchen Stellen sollte die Entscheidung weiterhin bewusst beim Menschen bleiben?
«KI im People Analytics» bringt unterschiedliche Perspektiven aus People Analytics, HR Analytics, HRIS und Talent Development zusammen und bietet damit einen praxisorientierten Überblick darüber, wie KI die datenbasierte HR-Arbeit bereits heute verändert.